Fachpack 2021: Großes Wiedersehen der Verpackungsbranche in Nürnberg

„myFACHPACK“ erweitert Messe vor Ort digital

Sieben Messehallen belegt die Fachpack 2021 auf dem Messegelände in Nürnberg

Nach zwei Jahren Pause und vielen pandemiebedingten Absagen und Verschiebungen von Fachmessen und Events trifft sich die europäische Verpackungsbranche turnusgemäß und live vor Ort im Messezentrum Nürnberg zur Fachpack, der europäischen Fachmesse für Verpackung, Technik und Prozesse. Damit ist die Fachpack die erste von vielen folgenden Veranstaltungen im Terminkalender der Nürnberg Messe. Unter dem Leitthema „Umweltgerechtes Verpacken“ präsentieren sich von heute bis Donnerstag 782 Aussteller aus 34 Ländern. In sieben Messehallen zeigen sie innovative Lösungen und Produkte. Fachbesucher aus der Konsum- und Industriegüterindustrie sind eingeladen an der Live-Veranstaltung oder der digitalen Erweiterung „myFACHPACK“ teilzunehmen.

„Mit der Fachpack läuten wir den Restart am Messeplatz Nürnberg ein. Wir freuen uns riesig, dass wir der Verpackungsbranche ihren beliebten Treffpunkt vor Ort im Messezentrum bieten können. Mit unserem zweigleisigen Konzept aus der Fachpack und ihrer digitalen Erweiterung `myFACHPACK´ verbinden wir das Beste aus zwei Welten, onsite und online. Die Teilnahme wird für unsere Messebesucher damit noch effizienter“, erläutert Heike Slotta, Executive Director, Nürnberg Messe. Und Phillip Blass, neuer Director Fachpack, Nürnberg Messe, ergänzt: „Die Fachpack ist in diesem Jahr zwar etwas kleiner, doch ist die Branche in ihrer gesamten Angebotsbreite vertreten, auch international. 40 Prozent der Aussteller reisen aus dem Ausland an. Die Fachpack präsentiert ein hochkarätiges Programm und zahlreiche neue Produkte und Innovationen, die so lange nicht auf einer Messe präsentiert werden konnten.“

Vortragsforen und Sonderschau

Beim Publikum besonders beliebt sind die beiden Foren Packbox (Halle 7) und Techbox (Halle 3C), die in diesem Jahr ergänzt werden durch das neue Ausstellerforum, die Innovationbox (Halle 4). Täglich finden dort Fachvorträge renommierter Experten und Diskussionsrunden statt. Jeden Tag steht ein übergreifendes Thema im Fokus der Packbox: „Verbraucher und Handel“ (28.09.21), „Nachhaltigkeit und Innovation“ (29.09.21) und „Design und Material“ (30.09.21). Die Fokusthemen in der Techbox sind „Ressourcen und Nachhaltigkeit“ (28.09.21), „Innovation und Wirtschaftlichkeit“ (29.09.21) sowie „Digitalisierung und Transformation“ (30.09.21).

Ein nachhaltiger Lebensstil ist immer mehr Verbrauchern wichtig. Dabei geht es nicht nur um das Produkt, sondern auch um die Verpackung und ihr Design. Die von Bayern Design für die Fachpack 2021 kuratierte Sonderschau in Halle 7 zeigt anhand von 18 Exponaten zukunftsorientierte und kreative Designlösungen aus aller Welt. Vom Materialexperiment, bei dem die Entwicklung neuer Materialien im Vordergrund steht, über das Prototyping und die konzeptionelle Entwicklung neuer Verpackungslösungen hin zur Implementation nachhaltiger Verpackung auf dem Markt.

Preisverleihungen: Die Besten im Rampenlicht

Auch auf der Fachpack 2021 heißt es wieder Bühne frei für die Verleihung des Deutschen Verpackungspreises, der renommiertesten europäischen Leistungsschau rund um die Verpackung. Der Preis wird vom Deutschen Verpackungsinstitut (DVI) ausgelobt und in zehn Kategorien am ersten Messetag verliehen. Nach erfolgreicher Premiere in 2019 werden auch wieder die Sustainability Awards am zweiten Messetag im Forum Packbox verliehen. Auslober ist die britische Fachzeitschrift Packaging Europe.

Neu in diesem Jahr ist „myFACHPACK“, die digitale Erweiterung der Fachpack rund um Matchmaking und Wissenstransfer. Sie verlängert die Messe vor Ort in die virtuelle Welt. Bereits im Vorfeld der Messe bietet das neue Tool Möglichkeiten zur Vernetzung und ermöglicht so eine intensive Vorbereitung des Messebesuchs, zum Beispiel hinsichtlich der Recherche von Produkten, Ausstellern und Teilnehmern vor Ort und digital. Zudem wird während der Messelaufzeit das Programm der Vortragsforen live gestreamt und steht auch im Nachhinein zur Verfügung. „myFACHPACK“ kann am Desktop, aber auch mobil über eine App genutzt werden.

Markt für Verpackungen 2020 leicht rückläufig

Die deutschen Verpackungshersteller verzeichneten im Jahr 2020 einen leichten Rückgang bei Produktion und Umsatz. Nach Angaben des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV) wurden im Jahr 2020 rund 19 Millionen Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 0,7 Prozent. Auch der Produktionswert nahm um 2,5 Prozent ab und lag 2020 bei rund 32 Milliarden Euro. Wie in den Jahren zuvor generierten die Kunststoffverpackungen mit einem Anteil von rund 45 Prozent den größten Anteil am Produktionswert, mengenmäßig waren die Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe mit rund 47 Prozent die größte Packmittelfraktion.

Bei der Produktion zeigt sich bei den Packmittelfraktionen ein geteiltes Bild: Die Glasverpackungen verzeichnen einen Zuwachs von 0,9 Prozent. Rückläufig war dagegen die Produktion bei den Verpackungen aus Aluminium (minus 3,4 Prozent), Stahl (minus 5,7 Prozent) sowie aus Kunststoff (minus 2,0 Prozent). Die Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton erzielen weder Verluste noch Zuwachs und erreichten damit das Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum.

Nachfrage nach Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen steigt

Nach zehn Jahren stoppte die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr den Wachstumskurs der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbranche. Trotz anhaltender Pandemie nahm die Nachfrage bei den rund 600 Herstellern 2021 aber bereits wieder deutlich zu. Nach Angaben des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen wuchs das Auftragsvolumen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent; die Inlands- und die Auslandsbestellungen stiegen um 35 bzw. 26 Prozent. Der Export legte bis Ende Juni 2021 um fast 5 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu.

Im vergangenen Jahr sank der Produktionswert um 9 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro; im Vergleich zu anderen Maschinenbauzweigen fiel der Rückgang damit geringer aus. Der Export ging 2020 um knapp 7 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zurück, konnte mit 21 Prozent Anteil aber seine Vorrangstellung auf dem Weltmarkt behaupten. Auf den Teilbereich Verpackungsmaschinen, der prozentual geringere Exporteinbußen hatte, entfielen 6,7 Milliarden Euro Produktionswert (Vorjahr 7,3).

Hygienekonzept: Persönliches Networking - aber sicher

Gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung und den bayerischen Messegesellschaften hat die Nürnberg Messe ein tragfähiges Hygienekonzept entwickelt, das einen sicheren Messebesuch der Fachpack ermöglicht. Basis dafür ist das in Bayern gültige inzidenzwert-unabhängige Rahmenhygienekonzept für Messen und Ausstellungen. Konkrete Maßnahmen zum Schutz der Messeteilnehmer sind unter anderem der regelmäßige Luftaustausch und ein hochmodernes Belüftungskonzept, Abstandswahrung durch Flächen- und Kapazitätsmanagement, Maskenpflicht in Innenbereichen, Hygienevorkehrungen vor Ort, digitale Registrierungs- und Zutrittssysteme und damit einhergehend die Möglichkeit zur Kontaktnachverfolgung. Ein weiterer wesentlicher Eckpfeiler ist das 3G-Konzept, das einen Besucherzutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete vorsieht.
 

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